Moringa Moringa

Moringa - Wirkung, Studien und Anwendung

Moringa

Moringa oleifera, bekannt als „Wunderbaum“, Meerrettichbaum, „Pferderettich“ oder Drumstick Tree, gehört zur Ordnung der Kreuzblütlerartigen, ist also entfernt mit diversen Kohlgewächsen, Rüben, Rettichen, Radieschen oder auch mit der Kapuzinerkresse verwandt. Fast allen Kreuzblütlerartigen gemeinsam sind Senfölglykoside, eine Substanz, die die Pflanze davor schützen soll, gefressen zu werden. Duft und Geschmack dieser Gewächse ist typisch herb und scharf, wie etwa Kohlrabi, Radieschen oder Rettich.

Der Moringa-Baum stammt ursprünglich aus Nordindien. Von hier aus verbreitete er sich bereits in der Antike weiter über Asien bis nach Afrika. Später, in der Kolonialzeit, eroberte er auch andere Kontinente. Hier stellte die Bevölkerung schnell fest, wie nahrhaft und gesund Moringa-Bestandteile sind.

Seither gedeiht der schnellwüchsige, genügsame Baum überall da, wo es warm genug und ganzjährig frostfrei ist, beispielsweise auf den Kanaren und in der Karibik. Sein Blattwerk erinnert ein wenig an das einer Akazie, der kräftige Stamm kann pro Jahr um mehrere Meter zulegen und über 30 Zentimeter stark werden. Innerhalb kurzer Zeit produziert ein Moringa-Baum gewaltige Mengen an Biomasse. Daher ist er in vielen sehr trockenen Ländern eine wichtige Nahrungs- und Nährstoffquelle für Mensch und Tier. Er wächst teils wild, teils wird er heute kommerziell angebaut.

Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte für die einzelnen Teile des Moringa-Baumes sind uralt, ebenso das Wissen um die Heilwirkung und den vitalisierenden Effekt der Inhaltsstoffe von Blättern, Blüten, Früchten und Wurzeln. Geschätzte 300 Krankheiten des Körpers wie der Psyche sollen sich mit Zubereitungen von Teilen des Moringa-Baumes erfolgreich behandeln lassen. Anwender berichten davon, dass beispielsweise chronische Schmerzen über längere Zeit deutlich abnehmen und typische „Alterserscheinungen“ oder Wechseljahresbeschwerden bei Frauen sich bessern. Viele verwenden Moringa zum Abnehmen, weil es den Stoffwechsel anregt und reguliert. Ethnologen, Botaniker und Mediziner konnten zahlreiche Erfahrungsberichte sammeln, die letztlich als Forschungsgrundlage für Pharmakologen dienten.

Moringa-Blätter und -Samen kommen in vielen Ländern als nährstoffreiches Gemüse, Salat oder Würze auf den Tisch. Vor allem in den Blättern sitzen zahlreiche Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Proteine sowie Sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme und Öle.

Aus den Samen wird seit alter Zeit ein hochwertiges Öl mit hohem Siedepunkt gewonnen: Es ist vielseitig verwendbar, Beispielsweise liefert es eine gute Basis für Seifen und Kosmetika, ist aber auch zum Verzehr geeignet.

Hier weiterlesen: Moringa Baum

Diese Inhaltsstoffe machen Moringa so gesund

Moringa-Blätter, -Früchte und -Samen enthalten eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralstoffen und Sekundären Pflanzenstoffen, die auf verschiedenste Organe und Stoffwechselzyklen einwirken. Zusätzlich enthalten Blätter und Samen des Moringa-Baumes noch Ballaststoffe.

Mit einem ORAC-Wert von 75.000 μmol TE/100g liegt Moringa an der Spitze aller Pflanzen, was die Menge und Wirksamkeit an Antioxidantien betrifft. Der ORAC-Wert ist ein Begriff, der für Oxygen Radical Absorbance Capacity steht, also für die Fähigkeit, freie Sauerstoffradikale zu binden und unschädlich zu machen. Aufgrund dieser Messwerte war der Moringa-Baum im Jahr 2008 „Pflanze des Jahres“.

Anbei einige Vergleichswerte bezüglich ORAC:

ORAC-Werte von Gemüsen:

Nüsse und Samen:

ORAC-Werte von Gewürzen: Extrem hoch, doch wer nimmt beispielsweise 100 Gramm Zimt oder Nelken zu sich?

In unseren Breiten gibt es zahlreiche Früchte und Gemüse, die die Moringa-Pflanze bei einzelnen Nährstoff-Werten übertreffen. Doch die Kombination und das Zusammenspiel aller einzelnen bioaktiven Bestandteile entscheidet über den außerordentlichen Wert der Moringa-Produkte als

Vor allem in den Samen befinden sich Fettsäuren, Omega-3, Omega-6 und -9.

An Vitaminen sind A, B1, B2, B3, B6 und B7, C, D, E und K enthalten.

Dazu kommen die Mineralstoffe und Spurenelemente Kalium, Kupfer, Kalzium, Schwefel und Eisen.

Der auffallendste Inhaltsstoff in den Teilen der Moringa-Pflanze sind die Senfölglykoside. Sie sind verantwortlich für den herben, scharfen, an Meerrettich erinnernden Geschmack, der zuweilen sogar eine bittere Note haben kann. Viele Pflanzen enthalten Senfölkglykoside, um mit dem strengen Geschmack und Geruch Fressfeinde abzuschrecken. Chemisch bestehen sie aus sieben Aminosäuren, Schwefel- und Zuckermolekülen. Heute sind mehr als 120 Arten dieser Verbindungen bekannt.

Erst im Verdauungstrakt entfalten die Abbauprodukte, die Senföle, ihre Wirkung: Antibakteriell, antioxidativ, und teilweise sogar chemoprotektiv – also vorbeugend gegen die Bildung von Krebszellen. Einige von ihnen kurbeln direkt über Enzyme das körpereigene Immunsystem an oder bekämpfen gezielt Heliobacter pylori (den bakteriellen Auslöser von Magengeschwüren).

Verschiedene Kohlarten, wie Kohlrabi, Rettich oder Radieschen, enthalten Senfölglykoside, ebenso zahlreiche Gewürz- und Heilkräuter mit typischem Geschmack, (Schnittlauch).

Der Wirkstoff Moringinin ist in der Lage, das Herz zu stimulieren und den Blutdruck zu regulieren.

Ein weiterer Inhaltsstoff sind Nikotinsäuren: Sie wirken antioxidativ und helfen, Zellen zu schützen und zu regenerieren. Selbst Schäden in der DNA (der Erbinformation) helfen sie zu „reparieren“.

Das immense Wachstum der Pflanze von bis zu acht Metern pro Jahr wird vermutlich durch das enthaltene Zeatin gehalten, ein Wachstumshormon aus der Familie der Zytokinine. Hiervon enthält eine Moringa-Pflanze das Tausendfache anderer Gewächse. Zeatin optimiert die Verwertung von Nährstoffen: Bemerkenswert sind die regenerative und die antioxidative Wirkung die (siehe ORAC-Wert am Anfang des Kapitels). Auch der Hormonhaushalt insgesamt wird von Zeatin günstig beeinflusst und harmonisiert.

Zeatin ist synthetisch nur schwer herzustellen und in rein pflanzlicher Form nur begrenzt verfügbar, daher extrem teuer. Das Zeatin wirkt auch wie eine Art Konservierungsmittel für die Vitalstoffe und Aminosäuren in Moringa-Produkten.

Beta-Sisterol ist eine Substanz, die noch recht unerforscht ist. Sie scheint jedoch beispielsweise Prostata-Vergrößerungen oder erhöhtem Cholesterinspiegel entgegenzuwirken.

Kaemperol ist ein Flavonoid, ein sekundärer Pflanzenstoff und ein Phytoöstrogen. Es findet sich auch in Ginkgo, Passionsblumen, Kohl, roten Weintrauben oder Grapefruits. Forscher schreiben ihm entzündungshemmende, antimikrobielle und schmerzlindernde Wirkung zu. Im Labor bewirkte die Substanz das Absterben von Tumorzellen. Möglicherweise hilft Kaemperol auch, Angstzuständen entgegenzuwirken.

Quercetin gehört zur Familie der Flavonoide und Polyphenole. Eigentlich handelt es sich um einen gelblichen Naturfarbstoff. Es soll gegen Krebszellen und antioxidativ wirken, im Zusammenspiel mit den Vitaminen A, C. und E ist es besonders effektiv.

Rutin ist ein weiteres Flavonoid: Gut für das Gefäß- und Lymphsystem und wirksam gegen entzündliche Erkrankungen, beispielsweise bei Colitis (Darmentzündung).

Chlorogensäure schützt die Zellen, selbst vor den Schäden radioaktiver Strahlung. Es kann den Blutdruck senken und die Blutgerinnung beeinflussen, Leberentzündungen bessern und Krebszellen vernichten (Apoptose auslösen – das ist einprogrammierter Zelltod).

Zeaxanthin, ein sauerstoffhaltiges Carotinoid, wirkt allen Arten von Augenschäden entgegen, beispielsweise einer retinalen oder einer altersbedingten Makuladegeneration. In Pflanzen hat die Substanz die Aufgabe, vor den Schäden von UV-Strahlung zu schützen.

Glutathione (GSH) ist ein Reserve-Baustein für die nicht-essentielle Aminosäure Cystein.

Cholesterinsenkend wirkt das Phytosterin Stigmasterin: Es verhindert die Aufnahme von Cholesterin über den Darm. Zu Therapiezwecken wird es häufig aus anderen Pflanzen (Soja) gewonnen.

Die Anwendungsgebiete von Moringa

Schon bei der Aufzählung der einzelnen Inhaltsstoffe von Moringa-Produkten wird klar, dass diese als Nahrungsergänzung zahlreichen Erkrankungen langfristig vorbeugen und die allgemeine körperliche wie psychische Verfassung deutlich verbessern kann. In den Ursprungsländern des „Lebensbaumes“ ist dieser eine wichtige Nährstoffquelle und hilft, Ernährungs-Defizite effektiv auszugleichen. Im Folgenden werden gezielt einige weitere Anwendungsgebiete beschrieben:

Hilft Moringa beim Abnehmen?

Auf welche Weise hilft Moringa beim Abnehmen?

Moringa-Blätter-Tee, Pulver oder Extrakt aus den Blättern bringen den Stoffwechsel und die Verdauung, insbesondere die Fettverbrennung in Schwung. Im Tierversuch gelang es sogar, eine Gewichtszunahme bei Mäusen direkt zu verhindern. Beim Menschen gibt es entsprechende Erfahrungsberichte.

Vermutlich wirken beim Abnehmen mit Moringa mehrere Inhaltsstoffe zusammen: Blätter und Samen enthalten reichlich Ballaststoffe, die den Darm beschäftigen und reinigen. Senfölglykoside wirken stark auf alle Stoffwechselprozesse ein. Indem Nieren und Leber angeregt werden, gelingt es auch, mehr schädliches Cholesterin abzubauen. Der hohe Anteil am Pflanzen-Wachstumshormon Zeatin wirkt positiv auf den Hormonhaushalt und die Nährstoff-Verwertung ein.

Die Wirkung beim Abnehmen mit Moringa stützt sich auf mehrere Faktoren: Die effektivere Verdauung sorgt dafür, dass der Körper mehr Energie aus der Nahrung bezieht, und dafür weniger Fett-Reserven anlagert. Vorhandene Fett-Pölsterchen werden ebenfalls rascher abgebaut. Natürlich gehört auch ein vernünftiges Ernährungs- und Bewegungskonzept dazu.

Nachweislich sinken Blutdruck und Cholesterinspiegel, wenn regelmäßig Moringa-Extrakt oder -Tee eingenommen werden. Wer also bereits mit den Folgen von Übergewicht kämpfen muss, wird sich mit Hilfe von Moringa-Produkten schnell besser führen und wieder mehr Energie aufbringen, um aktiv abzunehmen.

Das gute Nährstoffprofil hilft, Defizite auszugleichen. So lassen sich Leistungs- und Stimmungstiefs während des Abnehmens und der damit verbundenen Ernährungsumstellung vermeiden.

Moringa bei Magenschmerzen

Moringa-Extrakt oder Moringa-Tee wird in den Heimatländern des “Wunderbaumes” häufig zur Behandlung von Magenschmerzen und allgemein diversen Magen-Darm-Problemen eingesetzt:

Durchfall oder Verstopfung, Gastritis oder Darmentzündung (Colitis). Die desinfizierenden, entzündungshemmenden und antibakteriell wirkenden Inhaltsstoffe sind in all diesen Fällen hilfreich.

Die Wirkung auf die Haut

Moringa-Tee regt die Entgiftungsorgane der Körpers, Leber und Nieren an. Gleiches gilt für den Extrakt. Die Behandlung von unreiner Haut oder Akne lassen sich daher wirksam von innen durch die Heilwirkung von Moringa unterstützen. In Kombination mit gezielter Pflege und angepasster Ernährung ist allgemein ein verbessertes, frischeres und reineres Hautbild zu erwarten.

Hier weiterlesen: Moringa Öl für die Haut

Wie wirkt Moringa auf die Psyche?

Erfahrungen zeigen, dass beispielsweise regelmäßig getrunkener Moringa-Tee die Stimmung deutlich aufhellen kann. Bei Depressionen, lang anhaltender Trauer, Energielosigkeit und selbst bei Angstzuständen und damit verbundenen Schlafstörungen haben sich Moringa-Tee oder Moringa-Nahrungsergänzung häufig als gute Unterstützung für die Psyche erwiesen.

Wie wirkt Moringa auf die Psyche?

Erfahrungen zeigen, dass beispielsweise regelmäßig getrunkener Moringa-Tee die Stimmung deutlich aufhellen kann. Bei Depressionen, lang anhaltender Trauer, Energielosigkeit und selbst bei Angstzuständen und damit verbundenen Schlafstörungen haben sich Moringa-Tee oder Moringa-Nahrungsergänzung häufig als gute Unterstützung für die Psyche erwiesen.

Moringa für Pferde und andere Tiere

Längst haben auch Futtermittelhersteller für Pferde, Hunde und Katzen den Moringa-Baum als perfektes Nährstoff-Reservoire entdeckt.

Diverse

Hier weiterlesen: Studien weisen nach, dass Moringa-Blätter oder Blattsilage ein wunderbares Futter für Milchkühe abgeben und deren Produktivität sich steigern lässt, auch wenn keine zusätzlichen Nährstoffquellen verfügbar sind.

In Europa ist Moringa-Blattpulver beispielsweise ein guter Ersatz für manch synthetisches Zusatzfutter, das Leistung und Wohlbefinden steigern soll.

Weil Moringa keine ätherischen Öle enthält, daher auch keine Abbauprodukte, Terpene freigesetzt werden, sind Moringa-Produkte mit Vorsicht und in winzigen Mengen auch bei Katzen anwendbar.

Je nach Hersteller und Produkt variieren natürlich die Mengenangaben pro Tier, dessen Größe und Gewicht. Dosierungsangaben sind zwingend zu beachten.

Bei Pferden heißt es, dass das Füttern von Granulat, Pulver oder Presslingen

Die zahlreichen bioaktiven Wirkstoffe von Moringa-Produkten unterstützen den Organismus von Tieren ebenso wie den menschlichen.

Bei Krankheitsbildern wie EMS oder Kolik ist von Eigenexperimenten ohne Rücksprache mit dem Tierarzt Abstand zu nehmen. Moringa-Zusatzfutter kann mit Sicherheit eine Behandlung unterstützen, aber keine Wunderheilung auslösen oder gar Haltungsfehler ausgleichen.

Weitere Moringa-Präparate dienen der Fellpflege bei Pferden oder Hunden: Lotionen oder Shampoos helfen gegen Fellparasiten oder lindern Ekzeme. Nicht jedes Tier reagiert gleich, aber ein Versuch lohnt allemal, wie positive Forschungsergebnisse und Erfahrungen von Haltern belegen.

Moringa-Samen binden Schadstoffe im Wasser

In vielen Ländern ist sauberes Wasser ein begehrtes und seltenes Gut, seine Verfügbarkeit kann über Leben und Tod entscheiden. Fluss- oder sogar Brunnenwasser ist häufig trübe, schlammig und stark verunreinigt. Chemische Wasser-Reinigungspräparate oder Filter sind teuer und oft nur über weite Transportwege herbeizuschaffen. Gängige Mittel wie Aluminiumsulfat sind auf Dauer ebenso ungesund wie Bakterien im Wasser und belasten die Umwelt.

Moringa-Samen sind eine natürliche und in vielen Regionen leicht erhältliche Alternative, um Wasser zu klären und zu reinigen. Studien zur Effizienz von Moringasamen zur Wasser-Aufbereitung wurden bereits in den 1970er Jahren durchgeführt, basierend auf tradiertem Wissen der Bevölkerung.

Positiv geladene, wasserlösliche Proteine in den Samen sind offenbar in der Lage, Lehmpartikel, Bakterien, Toxine, und alle anderen Arten von Wasser trübenden Schwebstoffen zu binden und mit ihnen auf den Boden eines Gefäßes zu sinken. Vermutlich enthalten die Samen auch Substanzen, die die Vermehrung von Bakterien hemmen und das Wasser quasi desinfizieren.

Zwischen 90 und 99% aller Mikroorganismen im Wasser können so ausgeschaltet werden. Die notwendige Menge an Moringasamen ist abhängig vom Verschmutzungsgrad des Wassers und der zu filternden Menge. Allgemein gilt als Faustregel, dass ein Samenkorn ausreicht, um einen Liter Wasser zu säubern.

Zur Wasser-Reinigung eignen sich beispielsweise die Presslinge, die bei der Ölherstellung aus den Samen übrig bleiben, aber auch die Samen, so wie sie vom Baum gepflückt werden. Beides ist fast unbegrenzt haltbar.

Die Samenkörper werden geschält, verfärbte Kerne aussortiert und eine entsprechende Anzahl, abhängig von Wassermenge und Verschmutzungsgrad, wird abgezählt, mit einem Mörser möglichst fein zermahlen. Das Pulver wird mit etwas sauberem Wasser zu einer Paste verrührt, anschließend in einer Flasche mit etwa einer Tasse Wasser kräftig geschüttelt. Die so entstandene Lösung wird durch ein Sieb in das zu reinigende Wasser gegeben.

Dieses muss dann etwa eine Viertelstunde lang langsam gerührt werden und anschließend etwa zwei Stunden lang stehen. In dieser Zeit sollten sich die Schwebstoffe am Boden des Behälters abgesetzt haben.

So behandeltes Wasser ist nicht zu 100% keimfrei, aber weitaus weniger gefährlich als völlig unbehandeltes Wasser. Abkochen oder mechanisches Filtern empfehlen sich dringend, beispielsweise um Babynahrung damit zuzubereiten.

Hier weiterlesen: Moringa Samen

Wissenschaftliche Studien rund um Moringa

Zahlreiche internationale wissenschaftliche Studien wurden bereits zur Verwendung und den Wirkstoffen von Moringa oleifera durchgeführt. Ein großer Teil davon beschränkte sich auf chemische Reaktionen „in vitro“, also quasi im Labor in Reagenzgläsern. Weiterhin wurden die bioaktiven Inhaltsstoffe des Wunderbaumes im Tierversuch getestet. Doch viele weitere Untersuchungen wurden bereits unter klinischen Bedingungen an Menschen durchgeführt – und hier sind die Ergebnisse verblüffend. Sie bestätigten weitgehend die guten Eigenschaften, die die Volksmedizin schon seit langem den Teilen der Moringa-Pflanze nachsagt.

Hier weiterlesen: Wissenschaftliche Studien Moringa

Die korrekte Dosierung von Moringa

In den Ursprungsländern der Pflanze werden Samen wie Blätter als Gemüse verzehrt – ohne negative Folgen. Hierzulande werden die Moringa-Blätter meist als Tee getrunken oder sie wurden getrocknet und als Extrakt aufbereitet. In dieser konzentrierten Form sind etwa zwischen 10 und 20 Gramm täglich die Dosierung, die nicht überschritten werden sollte. Einnahme-Empfehlungen variieren von einem Hersteller zum anderen und vom Zweck der Einnahme. Kleinkinder sollten allenfalls eine Messerspitze voll Extrakt bekommen, größere Kinder etwa einen halben Teelöffel. Erwachsene nehmen vor jeder Mahlzeit eine Kapsel ein.

Mögliche Nebenwirkungen von Moringa

Im Allgemeinen sind Nebenwirkungen durch die Einnahme von Moringa zu vernachlässigen. Alle Produkte aus Blättern, Blüten und Samen des Moringa-Baumes sind absolut ungiftig und im Allgemeinen gut verträglich. In der Naturheilkunde einiger Länder werden auch Teile der Wurzel und der Rinde des Moringa-Baumes als Arzneien verabreicht. Darüber liegen nur wenige Forschungsarbeiten vor. Tatsache ist aber, dass Wurzel und Rinde der Pflanze Alkaloide, also Gifte, enthalten. Doch diese kommen hierzulande kaum je in den Handel. Wer nicht mehr als zehn bis zwanzig Gramm Moringa-Extrakt täglich zu sich nimmt, wird kaum schlechte Erfahrungen machen oder unter Nebenwirkungen leiden.

Hat Moringa Durchfall als Nebenwirkung?

Der Magen und der Verdauungstrakt sollten sich langsam an die tägliche Moringa-Dosis gewöhnen dürfen. Andernfalls geschieht das gleiche wie beim Verzehr von zu viel rohem Kohlrabi oder Radieschen: Es kann zu Blähungen, Völlegefühl oder gar Durchfall kommen, der einzigen bekannten Nebenwirkung von Moringa. Die Symptome verschwinden in der Regel nach kurzer Zeit.

Treten sie auf, muss das nicht unbedingt auf eine vollständige Unverträglichkeit hinweisen. Meist hilft es bereits, mit einer kleineren Tagesdosis zu starten oder einen Tag Pause in der Einnahme einzulegen. Auf gar keinen Fall ist dieses Symptom ein Grund, zu erschrecken: In vielen Ländern werden Tees oder Aufgüsse aus Moringa-Blättern sogar verabreicht, um Magenschmerzen und deren Ursachen bis hin zu Colitis ulcerosa mit Erfolg zu behandeln.

Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wer regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen muss, sollte bezüglich einer Nahrungsergänzung mit Moringa-Produkten mit dem Arzt Rücksprache halten. So gut verträglich diese auch sind, in einigen Fällen kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen.

Das gilt beispielsweise für die Einnahme von Medikamenten zur Schilddrüsenüber- oder Unterfunktion, für Präparate, die den Blutzuckerspiegel oder hohen Blutdruck senken. In allen Fällen kann sich die Wirkung von Moringa mit der der Präparate addieren und in unerwünschter Weise verstärken. Medikamente, die in der Leber abgebaut werden, setzen ihre Wirkstoffe möglicherweise schneller frei, weil Moringa die Lebertätigkeit stark anregt.

Moringa kaufen: Darauf müssen Sie achten

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie ein Produkt wie Moringa-Extrakt, Pulver, Kapseln oder Moringa-Blätter kaufen möchten:

Jede Pflanze ist nur so „gut“ oder der Gesundheit zuträglich wie die Umgebung, in der sie gedeiht. Doch nicht überall herrschen die besten Bedingungen. Längst werden im Mittelmeerraum oder auf den Kanaren Moringabäume nach strengen europäischen Bio-Richtlinien angepflanzt. Doch auch in anderen Ländern lässt sich der Anbau auf ökologisch verträgliche Weise betreiben. Dies ist auch eine gute Erwerbsquelle für die Landesbewohner.

Zertifikate und Prüfsiegel geben Aufschluss über die Qualität. Viele Hersteller unterziehen ihre Ware vor der Weiterverarbeitung konsequenten Laborkontrollen. So wird sichergestellt, dass Interessenten keine Schadstoffe, Biozide, oder gar schädliche Strahlung mitkaufen, und dass kein unerwünschtes „Füllmaterial“ in die Chargen geraten ist und diese verunreinigt.

Mit entscheidend für die Qualität sind auch der Trocknungsprozess nach der Ernte der Blätter, die Lagerbedingungen und die Verpackung: Wer größere Mengen an Moringa-Produkten kauft, kann diese über Jahre lagern, sofern alle diese Grundsätze eingehalten wurden.

Gute Qualität hat naturgemäß einen höheren Preis, denn die genannten Kontrollen sind aufwändig.

Diese Moringa Produkte können Sie kaufen

Je nach Verwendungszweck sind verschiedenste Darreichungsformen im Handel, die auch aus unterschiedlichem Teile der Pflanze hergestellt sein können. Die meisten Produkte finden sich eher nicht im Supermarkt, allenfalls im Bio-Laden, ansonsten sind sie bequem online zu bestellen.

Im Unterscheid zum beschränkten Angebot im Ladengeschäft ermöglicht ein Online-Kauf ausgiebige Preisvergleiche. Schnäppchen-Jäger sollten jedoch auf Bio-Zertifikate, deklarierte Zusatzstoffe und Informationen über die Herkunft der Produkte achten. Nicht immer ist der niedrigste nämlich auch der beste Preis.

Moringa Blätter

Die Moringa-Blätter sind der Ausgangstoff, aus dem Tee, Pulver, Extrakt, Presslinge und die Füllung von Kapseln hergestellt werden. Generell müssen die Moringa-Blätter besonders sorgfältig getrocknet werden: Langsam, in nicht zu großer Hitze, beschattet und geschützt vor Verschmutzungen. Auf diese Weise bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. In den Ländern, in denen der Moringa-Baum wächst, werden die Blätter auch frisch verwendet: Als Salate, Gemüse oder als Aufgüsse und Tees. Nach Europa gelangen meist nur die getrockneten Blätter.

Moringa Pulver

Moringa Pulver ist die vielseitigste Variante, sich die Vitalstoffe des Moringa Baumes zu Nutze zu machen, sei es als Nahrungsergänzung oder exotische Zutat in der Küche.

Als Zugabe zu Säften oder Smoothies genügt schon ein halber Teelöffel. Damit das Pulver nicht klumpt, empfiehlt sich das Einrühren in eine kleine Menge Wasser oder der Einsatz eines Stabmixers, damit nichts klumpt oder staubt.

Das Pulver kann beispielsweise auch in Kräuterquark oder Avocado-Creme gerührt werden.

Der an Meerrettich erinnernde Geschmack fügt sich in einem Salatdressing harmonisch mit Essig, Öl, Senf, Mayonnaise oder anderen Komponenten zusammen.

Wagemutige rühren ihren Teelöffel Moringapulver in den Frühstücks-Porridge oder ins Müsli.

Einige Vitalstoffe gehen durch Erhitzen verloren, andere entfalten sich, wie etwa die Polyphenole, die in Tomaten, Kohlgemüsen und auch in Moringa-Blättern enthalten sind. Daher darf Moringa-Pulver auch in alle Suppen oder Eintöpfe eingerührt werden, in Nudelsoßen, Currys, Aufläufe – als Würze und als Vitalstoff-Spender. Und als grüne Dekoration kommt noch etwas ungekochtes Moringa-Blattpulver obenauf.

Färben Sie den Teig für Quiche, Pizza, Kuchen oder Plätzchen mit Moringa-Blattpulver exotisch grün. Im Netz finden Sie allerlei Rezepte.

Hier weiterlesen: Moringa Pulver

Moringa Tee

Moringa-Tee ist nicht nur ein anregendes, Energie spendendes Getränk, das am Morgen sogar Kaffee oder Tee ersetzen kann. Der Tee wirkt auch hilfreich und unterstützend bei Gesundheitsproblemen. Er beruhigt und heitert die Stimmung auf. In den Herkunftsländern des Moringa-Baumes ist es meist der Moringa-Tee aus frischen oder getrockneten Blättern, der zur Behandlung von Leiden, zur Stärkung oder zum Ausgleich von Nährstoff-Defiziten verordnet wird.

Seltener wird Tee aus Moringa-Blüten angeboten. Dieser ist im Geschmack anders, er erinnert nicht an Radieschen oder Meerrettich, sondern ist eher blumig und süß.

Hierzulande hat Moringa-Tee aus den Blättern die Chance, zum gesunden Trend-Getränk zu werden. Eine ganze Reihe spannender Kräutermischungen enthalten bereits einen Anteil an Moringa-Blättern.

Wichtig: Moringa-Blätter-Tee wird nicht mit kochendem, sondern mit nur etwa 80 Grad Celsius heißem Wasser aufgegossen. Etwas über fünf Minuten darf der Tee ziehen. So schmeckt er auch am besten. Ein Tee-Ei oder Tee-Sieb tun hier gute Dienste – andernfalls gießen Sie den Tee einfach in ein weiteres Gefäß ab. Limetten- oder Zitronensaft oder Honig verfeinern den Tee.

Hier weiterlesen: Moringa Tee

Moringa Kapseln

Moringa Kapseln enthalten Blattpulver oder Extrakt aus diesem Pulver oder beides. Bei Verwendung von Extrakt lässt sich eine höhere Dosierung je Kapsel erzielen.

Wer Moringa als Nahrungsergänzung, zur Unterstützung seines Organismus einnimmt, ist mit den Kapseln oder auch Presslingen gut bedient. Die Dosis ist immer gleich und die Packung ist immer dabei.

Wer täglich eine höhere Dosis an Moringa-Wirkstoffen einnehmen möchte, um beispielsweise gezielt

ist mit einer kurmäßigen Einnahme von Kapseln oder Presslingen gut bedient.

Die Kapseln, die mit dem Extrakt oder Blattpulver gefüllt werden, bestehen entweder aus Gelatine, aus Cellulose oder aus Carrageen. Gelatine ist als tierisches Erzeugnis mittlerweile umstritten. Carrageen wird aus Rotalgen hergestellt. Cellulose und Carrageen sind die vegane Antwort auf die frühere Gelatine-Kapsel.

Einige Hersteller, vor allem bei billigeren Produkten, verwenden für die Kapseln noch Farbstoffe und „Überzüge“, die eigentlich an einem Nahrungsergänzungsmittel nichts zu suchen haben. Ein Bio-Produkt mit entsprechendem Zertifikat und sauber deklarierten verwendeten Substanzen ist hier die Alternative der Wahl.

Hier weiterlesen: Moringa Kapseln

Moringa Öl

Moringa-Öl, auch als Behen-Öl bekannt, wird aus den Samenkapseln des Moringabaumes gewonnen. Überwiegend wird es kalt gepresst. Weil Moringabäume so mühelos gewaltige Biomassen produzieren, war das Moringa-Öl eine Zeit lang als Treibstoff und Diesel-Ersatz im Gespräch. In früheren Zeiten wurde es häufig von Uhrmachern als Schmierstoff verwendet, unter anderem deswegen, weil es fast unbegrenzt haltbar ist.

Moringa- oder Behen-Öl lässt sich hervorragend in der Küche verwenden: Der Geschmack ist neutral, allenfalls mild nussig, das Öl selbst von hell goldgelber Farbe. Der Siedepunkt ist hoch, er liegt bei 220 Grad Celsius. Das heißt, Kochen, Braten, Backen sind damit problemlos möglich.

Das Öl kann auch zu medizinischen Zwecken eingenommen werden – es enthält ein ganz ähnliches Wirkstoffprofil wie die Blätter.

Überwiegend jedoch ist es die Grundlage für kosmetische Produkte.

Hier weiterlesen: Moringa Öl

Moringa Crème

Hautpflegemittel aus oder mit Moringa-Öl oder Extrakt aus den Blättern ist vor allem als Anti-Aging-Creme bekannt: Die regenerierende, zellschützende Wirkung von Moringa-Öl durch die Mischung von Vitaminen und Antioxidantien tritt auch bei äußerlicher Anwendung ein: Erfahrungen zeigten, dass das Hautbild sich nachhaltig verbessern lässt, gleich ob

vorliegen.

Moringa-Öl gilt als nicht-komedogen, antiseptisch und verbessert die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern. Weil es dem natürlichen Hautfett ähnelt, zieht es spurlos und tief ein. Diese Eigenschaften machen es zu einem idealen Pflegemittel für strapazierte, trockene, problematische Haut.

Wurden auch schlechte Erfahrungen mit Moringa gemacht?

Grundsätzlich sind sorgfältig aufbereitete Moringa-Produkte gesund und unschädlich. Kritiker warnen dennoch vor allzu hohen Dosen Moringa. Dabei könnten allergische Reaktionen oder Durchfall auftreten. Nachweislich sind jedoch auch hohe Dosierungen nicht toxisch. Sie könnten allenfalls eine Unverträglichkeitsreaktion auslösen, vor allem gegen die Senfölglykoside. Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Wer nicht mehr als 10 Gramm Blatt-Extrakt oder –Pulver pro Tag zu sich nimmt, und grundsätzlich die tägliche Dosis nur langsam steigert, muss keine schlechten Erfahrungen mit Moringa befürchten.

Präparate, die Teile der Wurzel oder der Rinde enthalten, müssen sehr sorgfältig dosiert werden, denn diese Pflanzenteile enthalten Alkaloide, sind also leicht toxisch. Im Tierversuch wurden extrem hohe Mengen an Blattextrakt verabreicht, was zu Veränderungen der Leber- und Nierenwerte und des Blutbildes führte. Eine Toxizität lag nicht vor. Kleine Mengen des Extraktes verbessern dagegen die Leber- und Nierenwerte bei Mensch und Tier nachweislich.

Erdmandelmilch

Wissenswertes rund um Moringa: